
Dienstagvormittag im Hamburger Büro. Draußen peitscht der Regen gegen die Scheibe des Konferenzraums — also alles wie immer. Wir stecken in der zweiten Stunde des Sprint-Plannings. Die Luft ist verbraucht, die Stimmung zwischen Product und Engineering ist irgendwo zwischen Resignation und passivem Widerstand. Ich starre auf mein Notizbuch.
Ich wollte eigentlich nur die Key-Takeaways der neuen Roadmap festhalten. Aber statt klarer Strukturen sehe ich einen Versuch von Schönschrift, der aussieht, als hätte ich während eines Erdbebens versucht, meinen Namen zu tanzen. Ich bin Jonas, 34, Product Manager, und ich habe Ende 2025 eingesehen: Wenn ich meine eigenen Aufzeichnungen nach 24 Stunden nicht mehr entziffern kann, ist mein Job gefährdet. Also habe ich angefangen, meine Notizen visuell zu strukturieren. Aber dabei habe ich direkt den ersten klassischen Fehler gemacht: Ich habe Handlettering mit Sketchnotes verwechselt.
Kurzer Transparenz-Check: Wenn du über die Links in diesem Text einen Kurs kaufst, erhalte ich eine Provision von 50 Prozent. Für dich ändert sich am Preis absolut nichts. Ich empfehle hier nur Kurse, die ich in meinem echten PM-Alltag — zwischen Backlog-Refinement und Stakeholder-Drama — über Monate selbst getestet habe. Wer es eilig hat, kann sich direkt meinen Favoriten, den Sketchnotes Kurs für den schnellen Business-Einsatz, ansehen. Wer eher auf Ästhetik nach Feierabend steht, schaut beim Handlettering Kurs vorbei.
Das Missverständnis mit der Schönschrift
Mein erster Gedanke war naiv: Wenn meine Notizen hässlich sind, muss ich lernen, schöner zu schreiben. Also habe ich mir einen Stapel Brush Pens gekauft und einen Nachmittag lang versucht, das Wort Strategie in geschwungenen Serifen zu malen. Die Erkenntnis kam schmerzhaft in einer Stakeholder-Review letzten Monat.
Während ich noch am Aufstrich des 'S' feilte und krampfhaft versuchte, den richtigen Druck auf die Pinselspitze auszuüben, war das Team bereits drei Themen weiter. Ich hatte die komplette Diskussion über die Priorisierung der API-Anbindung verpasst, weil ich mit der Ästhetik einer einzigen Überschrift beschäftigt war. Das ist das Kernproblem beim Handlettering: Es ist das Zeichnen von Buchstaben. Es ist Kunst. Es ist langsam. Es ist kontemplativ.
Im Handlettering geht es um das 'Wie'. Wie sieht der Buchstabe aus? Ist die Symmetrie perfekt? Das ist wunderbar für Grußkarten oder das Deckblatt meines analogen Journals. Aber in einem Live-Meeting, in dem Entscheidungen im Minutentakt fallen, ist es so nützlich wie ein Kaugummi-Automat in einer Zahnarztpraxis. Es bremst dich aus.

Sketchnotes: Funktion schlägt Form
Nach diesem Desaster bin ich umgeschwenkt. Ich brauche keine Kunst, ich brauche ein Überlebenswerkzeug. Hier kommen Sketchnotes ins Spiel. Der entscheidende Unterschied ist der Fokus. Bei Sketchnotes geht es nicht um die Schönheit der Linie, sondern um die Informationsdichte und die Struktur.
In einem Sketchnotes Kurs lernst du nicht, wie man ein 'A' perfekt schwingt. Du lernst, wie du eine Glühbirne in drei Sekunden zeichnest, damit jeder sofort weiß: Hier kam eine Idee. Oder wie du einfache Sketchnotes Männchen für Stakeholder Analysen nutzt, um Machtgefüge im Projekt visuell darzustellen.
Mein erster Versuch eines Symbols für 'Feedback-Loop' sah übrigens aus wie eine verunfallte Brezel. Mein Sitznachbar hat mich kurz mitleidig angeschaut. Aber: Beim Nachbereiten wusste ich sofort, was gemeint war. Die Zeichnung fungiert als visueller Anker. Unser Gehirn nutzt die sogenannte Doppelkodierung — wir speichern Informationen besser ab, wenn sie sowohl textlich als auch bildhaft vorliegen. Sketchnotes nutzen das radikal aus, während Handlettering oft nur dekorativer Text ohne neuen Informationsgehalt bleibt.
Der direkte Vergleich für den Arbeitsalltag
Ich habe das Ganze neulich mal für mich analysiert, während ich auf den Export eines riesigen Jira-Reports gewartet habe. Wenn es im Meeting brennt, gewinnt die Sketchnote. Immer.

Handlettering ist etwas für die Ruhe nach dem Sturm. Ich nutze es heute nur noch, um meine Produkt Roadmaps für Stakeholder in der Vorbereitung etwas aufzuhübschen. Aber während der Termin läuft, bleibt der Brush-Pen in der Tasche. Da zählt nur die Geschwindigkeit.
Hier ist die nüchterne Aufteilung, wie ich sie heute lebe:
- Handlettering: Fokus auf dem dekorativen Element. Perfekt für Überschriften in Vorlagen, die man vorbereitet, oder für das analoge Bullet Journal am Wochenende.
- Sketchnotes: Fokus auf der visuellen Hierarchie. Pfeile, Container, einfache Icons. Das ist das, was du brauchst, um bei komplexen IT-Projekten nicht den Faden zu verlieren. Falls du Inspiration für das Layout suchst, schau dir mal diese Sketchnotes Layout Vorlagen für SaaS an.
Der Wechsel auf das iPad
Seit ein paar Monaten bin ich fast komplett digital unterwegs. Der Digital Lettering Kurs war hier ein echter Wendepunkt. Nicht, weil ich plötzlich doch zum Kalligrafen wurde, sondern weil die digitale Ebene Fehler verzeiht. Ein Kringel daneben? Rückgängig-Button. Ein Symbol zu groß gezeichnet? Einfach mit dem Lasso-Tool kleiner schieben.
Das nimmt den Stress raus, dass die Notiz sofort perfekt aussehen muss. Auf dem iPad kombiniere ich jetzt oft beide Welten: Eine saubere, digital geletterte Headline (vorbereitet) und darunter das wilde, aber strukturierte Sketchnote-Chaos aus dem Live-Meeting.

Fazit aus dem Hamburger Meeting-Wahnsinn
Wenn du anfängst, deine Notizen visuell aufzuwerten, lass dich nicht von Instagram-Ästhetik blenden. Handlettering ist ein wunderbares Hobby zur Entspannung nach Feierabend. Es hat fast etwas Meditatives, Buchstaben zu malen, während der Hamburger Regen gegen die Scheibe trommelt.
Aber wenn du im Sprint-Planning sitzt und versuchst, das Protokoll zu retten, sind Sketchnotes dein bester Freund. Sie zwingen dich dazu, aktiv zuzuhören und das Gehörte sofort in ein einfaches Bild zu übersetzen. Das ist anstrengend für den Kopf, aber das Ergebnis ist eine Mitschrift, die du auch drei Monate später noch verstehst — ohne dich zu fragen, was dieser eine verschnörkelte Buchstabe eigentlich bedeuten sollte.
Wenn du wirklich deine Effizienz im Job steigern willst, start mit dem Sketchnotes Kurs. Er ist das Fundament. Wenn du dann merkst, dass du Spaß an der Optik entwickelst und deine Deckblätter im Notizbuch schöner gestalten willst, ist der Handlettering Kurs die ideale Ergänzung für die ruhigen Momente im Homeoffice.